MOSES MENDELSSOHN STIFTUNG

25 Jahre Berend Lehmann Museum

Zeichnung des Mikwenhauses vom Schülerpraktikanten Nikita Trubaeiv zum 25-jährigen Jubiläum des Berend Lehmann Museums Kutsche im Bild inspiriert von einer Illustration von Noga Zohar für das Logo "Jüdisches Halberstadt" und die Medieninstallationen
Zeichnung des Mikwenhauses vom Schülerpraktikanten Nikita Trubaeiv zum 25-jährigen Jubiläum des Berend Lehmann Museums Kutsche im Bild inspiriert von einer Illustration von Noga Zohar für das Logo "Jüdisches Halberstadt" und die Medieninstallationen

Im September feiert das Berend Lehmann Museum sein 25-jähriges Bestehen. Diesen besonderen Anlass möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern und laden herzlich zu zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsmonat ein. Über alle Termine und Programmpunkte informieren wir Sie fortlaufend auf dieser Seite.

30.08.2026 

Offene Jüdische Häuser 

Die „Offenen Jüdischen Häuser“ sollen bewusst machen, dass die jüdischen Bürger:innen der Stadt in allen Stadtquartieren selbstverständlich Nachbarn waren. Heutige Bewohner:innen der aufgeführten Häuser hängen Plakate in Fenster mit Auskunft über die Familien, die dort gelebt haben. Manche Häuser dürfen auch besucht werden: Manche Nachfahr:innen der ehemaligen jüdischen Einwohner:innen werden auch vor Ort über ihre Familiengeschichte erzählen.

Ort: Berend Lehmann Museum, Klaus, Rosenwinkel 18, 38820
Uhrzeit: 11-17 Uhr
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

31.08. – 01.09.2026

Fachtagung Provenienzforschungsprojekt 

Das Forschungsprojekt „Erforschung von Objekten vermeintlich jüdischer Herkunft in  der Fläche von Sachsen-Anhalt – die Tiefenprüfung nach dem Erstcheck“ lädt zu  einer Fachtagung mit dem Thema “Provenienz jüdischer Objekte erforschen und  vermitteln” ein. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung in Kürze.

06.09.2026

Stadtrundgang durch das jüdische Halberstadt

Die Halberstädter Stadttopografie erlaubt es uns noch heute, die Geschichte der Jüdinnen:Juden als eine religiöse Minderheit in der Stadt beispielhaft für den  deutschsprachigen Raum nachzuvollziehen. Beim „Stadtrundgang durch das  jüdische Halberstadt“ wird gezeigt, wie Jüdinnen:Juden in Halberstadt lebten und als aktive Bürger:innen die Stadt mitgestalteten.

Treffpunkt: Berend Lehmann Museum, Klaus, Rosenwinkel 18, 38820 Halberstadt
Zeit: 14:00 – 16:30 Uhr

Tickets sind erhältlich an der Tourist-Information Halberstadt und im Berend Lehmann Museum
Preis pro Person: 12€

08.09.2026

Vortrag “Das Olympia-Attentat 1972: Staatsversagen, politische Deutung und die lange Geschichte einer fragmentierten Erinnerung“ mit Jerôme Buske

Das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft 1972 in München, bei dem elf
israelische Sportler und ein deutscher Polizist ermordet wurden, gilt als das größte
antisemitische Attentat nach 1945 in Deutschland. Das Ereignis war nicht nur ein Akt
antisemitischer Gewalt, sondern zugleich geprägt von einem dilettantischen
Vorgehen der deutschen Polizei und einem weitreichenden Staatsversagen.

Die Veranstaltung nimmt das Attentat zum Ausgangspunkt, um die Rolle der DDR in
der politischen Einordnung des Anschlags sowie die spätere Aufarbeitung in den
neuen Bundesländern zu untersuchen. Dabei wird auch die Rezeption in der
deutschen Linken in den Blick genommen, etwa wenn Ulrike Meinhof das Attentat
als antifaschistisch deutete und damit zur Verschiebung von Täter- und
Opferperspektiven beitrug.

Ein zentraler Aspekt ist die Restitutionspolitik. Über Jahrzehnte mussten die
Hinterbliebenen um Anerkennung und Entschädigung kämpfen. Was als
Entschädigung bezeichnet wurde, blieb lange Zeit unzureichend und wurde von
Betroffenen als Almosen kritisiert. Erst nach jahrzehntelangem Druck wurden
zentrale Akten geöffnet und neue Verhandlungen geführt. Die Veranstaltung greift
diesen langen Konflikt um Verantwortung, Anerkennung und materielle
Wiedergutmachung auf.

Darüber hinaus wird die sprachliche und politische Verarbeitung des Attentats
analysiert. Wie wurde Gewalt benannt, relativiert oder verschoben? Welche Rolle
spielten ideologische Rahmungen in der DDR und in Teilen der deutschen Linken?
Und wie entsteht daraus eine Erinnerungskultur, die bis heute fragmentiert bleibt?
Im Zentrum steht die Frage, wie Erinnerung organisiert wird: was sichtbar wird, was
verschwindet und wie sich politische Deutung, Sprache und institutionelle Interessen
überlagern.

Jérôme Buske ist Kulturwissenschaftler und Politologe. Er hat mehrere Texte zur
Erinnerung an das Olympia-Attentat 1972 veröffentlicht und sich intensiv mit Fragen
von Zeugenschaft, Sprache und Erinnerungskultur beschäftigt. Als Referent bei
MAKKABI Deutschland hat er Gedenkzeremonien zu München 1972 begleitet und
engagiert sich seit Jahren politisch für eine kritische Aufarbeitung.

Zeit: 17:30 – 18:00 Uhr
Ort: Berend Lehmann Museum, Klaus, Rosenwinkel 18, 38820 Halberstadt

 

23.09.2026 

Das Berend Lehmann Museum wird 25 Jahre 

Im September feiert das Berend Lehmann Museum sein 25-jähriges Jubiläum. Wir  laden Sie zu einem vielfältigen Programm ein, weitere Informationen auf der Webseite.

Ort: Berend Lehmann Museum, Klaus Rosenwinkel 18, 38820

Zeichnung des Mikwenhauses vom Schülerpraktikanten Nikita Trubaeiv zum 25-jährigen Jubiläum des Berend Lehmann Museums Kutsche im Bild inspiriert von einer Illustration von Noga Zohar für das Logo "Jüdisches Halberstadt" und die Medieninstallationen
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