MOSES MENDELSSOHN STIFTUNG

Ein neues Kapitel beginnt im Berend Lehmann Museum in Halberstadt 5

Im Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt beginnt ein neues Kapitel mit einem neuen Kuratorenteam und der Eröffnung einer umfassend neugestalteten Dauerausstellung.

Catherine Hickley wurde mit Wirkung vom 15. März 2022 zur Chefkuratorin des Museums ernannt. Die gebürtige Britin ist Absolventin der Universität London, wo sie Französisch und Deutsch studierte. Hickley arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin in Deutschland und schreibt u. a. für The Art Newspaper und The New York Times über Kunst und Kultur. Von 1997 bis 2013 war sie bei Bloomberg News angestellt, wo sie über Wirtschaft, Politik und Kultur berichtete.

Darüberhinaus wurde zum 1. März in die neue Position des Digitalen Kurators mit Tom Weiß besetzt. Weiß absolvierte sein Studium der Geschichte und Religionswissenschaften an der Universität Leipzig, wo er sich auf die jüdische Geschichte Mitteldeutschlands spezialisierte. Seit 2003 arbeitet er im Berend Lehmann Museum an verschiedenen Projekten, unter anderem an der Erneuerung der Dauerausstellung.

Seit dem 1. Februar ist Julia Behringer als wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Bereich Vermittlung im Museum tätig. Sie studierte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowohl Islamwissenschaft als auch Judaistik.

Das Berend Lehmann Museum befindet sich in der Trägerschaft der Stiftung Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt. Diese wird seit 1. März 2022 von Frau Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen, Professorin an der Hochschule Harz, als wissenschaftliche Direktorin geleitet. Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung ist Prof. Dr. Julius H. Schoeps, emeritierter Professor der Universität Potsdam und Gründungsdirektor des Moses Mendelssohn Zentrums in Potsdam.

Hickley ist die Nachfolgerin von Jutta Dick, die in den Ruhestand geht, im Vorstand der Stiftung aber weiterhin vertreten ist.

Zitat Catherine Hickley:

“Ich freue mich auf diese neue Herausforderung in einem Museum, das sich mit einem so wichtigen und faszinierenden Aspekt der lokalen Geschichte in einer Region Deutschlands befasst, die sowohl an Kulturerbe als auch an Natur sehr reich ist. Mit unserem neuen, erweiterten Team und einer modernen Dauerausstellung ist das Berend Lehmann Museum besser aufgestellt denn je, als wichtiger Bestandteil der erinnerungskulturellen Landschaft Sachsen-Anhalts weit über die Grenzen des Landes hinaus zu strahlen.“

Zitat Prof. em. Dr. Julius H. Schoeps, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt: “Mein Dank gilt Jutta Dick, ohne die die Moses Mendelssohn Akademie und das Berend Lehmann Museum nicht den Ruf erworben hätten, den sie heute haben. Wir werden auch weiterhin mit Jutta Dick zusammenarbeiten und auf ihre Beratung angewiesen sein.“

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