08.01.2026 – Download Stellenausschreibung Koordinator:in (m/w/d)
Stellenausschreibung
Das Gesamtvorhaben „Jüdische Objekte in Sachsen-Anhalt“ wird die Leerstelle, die der eliminatorische Bruch durch den Nationalsozialismus und die mäßige Erinnerungskultur an jüdisches Leben während der Zeit der DDR in Sachsen-Anhalt hinterließen wieder inhaltlich füllen. Das geplante Vorhaben ist dreigeteilt in 1) ein Forschungsprojekt (ab 2026), in dem die Moses Mendelssohn Akademie in Kooperation mit dem Museumsverband in 23 Sammlungen in Museen in Sachsen-Anhalt Tiefenprüfungen an NS-Raubgut mit jüdischem Kontext vornimmt, 2) einen anschaulichen Katalog über herausragende jüdische Objekte in Sachsen-Anhalt (vor. 2027) sowie 3) eine professionell kuratierte und pädagogisch begleitete Sonderausstellung (vor. Dessau 2029) erstellt.
Teilprojekt 1) beginnt im Januar 2026 und wird gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. In dem Teilprojekt „Erforschung von Objekten vermeintlich jüdischer Herkunft in der Fläche von Sachsen-Anhalt – die Tiefenprüfung nach dem Erstcheck“ erforschen zwei Provenienzforscher:innen Objektbiografien von 180 Objekten aus 23 Museen mit Verdacht auf NS-Entzug von jüdischen Eigentümer:innen. Für die Verwaltungs-, Koordinierungs-, Berichts- Bildungs- und Abrechnungsaufgaben dieses Forschungsprojekts sowie die Vorbereitung von Teilprojekt 2, den Katalog, und Teilprojekt 3, die Sonderausstellung, sucht die Moses Mendelssohn Akademie zum 01.02.2026 auf 12 Monate befristet eine:n Koordinator:in.
Koordinator:in (w/m/d)
Arbeitszeit: 24 Wochenstunden (60%)
Vergütung: bis zu EG 11 TV-L
Aufgaben:
– Unterstützung der Chefkuratorin in der Zeit der Leitung des Projekts (50 Prozent der Arbeitszeit), dazu gehören:
- Planung, Organisation und kontinuierliche Optimierung von Arbeits- und Prozessabläufen
- Organisation und Moderation von Projektbesprechungen, internen Arbeitsgruppentreffen und externen Abstimmungen
- Unterstützung bei der Erstellung von Berichten, Entscheidungsvorlagen und Präsentationen für Führungsebenen
- Unterstützung bei der Organisation einer Fachkonferenz
- Unterstützung bei der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit über das Projekt
- Dokumentation der Projektergebnisse und Abbildung in der Museumsarbeit
- Repräsentation des Projekts in relevanten Fachnetzwerken
- Entwicklung begleitender Vermittlungs- und Bildungsangebote in Zusammenarbeit mit relevanten Akteur:innen
- Ansprechpartnerin für interne und externe Kooperationspartner, Behörden, Gremien und Dienstleister unter anderem für die Kommunikation mit der Koordinierungsstelle Provenienzforschung des Museumsverbands Sachsen-Anhalt e.V. und für das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste
- Vorbereitung von Folgeanträgen
– Übernahme aller anfallenden Verwaltungs-, Koordinierungs-, Berichts- und Abrechnungsaufgaben des Projektträgers in diesem Projekt, die nicht von den Mitarbeitenden im Projekt selbst erfüllt werden (50 Prozent der Arbeitszeit).
Anforderungen:
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Bachelor) in einem relevanten Fach (z. B. Geschichte, Kunstgeschichte, Provenienzforschung, Jüdische Studien/Judaistik) oder vergleichbare Qualifikation
- Kenntnisse in jüdischer Kultur- und Sozialgeschichte in Sachsen-Anhalt
- Kenntnisse in der Bildungsarbeit und zum Wissenstransfer im Bereich jüdische Kultur- und Sozialgeschichte
- Erfahrungen in der Museumsarbeit und im Umgang mit Museumsobjekten und der Archivrecherche
- Erfahrungen in der Projektkoordination, im Erstellen von Anträgen und in der Abwicklung von Verwaltungsaufgaben
- Aufgeschlossenheit, Kommunikationsfähigkeit in Wort und Schrift, sicherer Umgang mit gängigen Office-Anwendungen
- Bereitschaft zur Reisetätigkeit in ganz Sachsen-Anhalt und überregional
- Bereitschaft zur Weiterbildung im Bereich der Provenienzforschung und zum Aufbau fachrelevanter Netzwerke
Dienstort: Halberstadt
Für Fragen zum Auswahlverfahren steht Ihnen die Chefkuratorin des Berend Lehmann Museums, Anne Matviyets, Telefon 03941 60 67 10, gern zur Verfügung.
Wir freuen uns über Ihre Bewerbung, unabhängig von Geschlechtsidentität, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung.
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 22. Januar 2026 an:
Stiftung Moses Mendelssohn Akademie
z.H. A. Matviyets
Rosenwinkel 18
38820 Halberstadt
oder bevorzugt per E-Mail mit einem einzelnen, zusammenhängenden PDF: matviyets@mma-hbs.de
Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten zum Zweck der Durchführung des Auswahlverfahrens entsprechend der gesetzlichen Vorgaben streng vertraulich – entsprechend der Datenschutzgrundverordnung und dem Datenschutz-Grundverordnungs-Ausfüllungsgesetz Sachsen-Anhalt – DSAG LSA – vom 18. Februar 2020. Nähere Informationen finden Sie unter
https://dsgvo-gesetz.de/dsag.


